Warum Olivenölseife der Ausgangspunkt ist
Olivenöl ist ungewöhnlich reich an Ölsäure und Squalen - zwei Molekülen, die auch die menschlichen Talgdrüsen produzieren. Zu Seife verseift, erzeugt es einen Schaum, der nur langsam aufsteigt, dafür aber außergewöhnlich rückfettend ist: Selbst nach dem alkalischen Kochprozess bewahrt er einen Teil des lipidaufbauenden Charakters des Öls. Kundinnen und Kunden mit sehr trockener Haut kehren oft zur reinen Olivenölseife zurück, wenn andere Reinigungsprodukte ihre Haut ausgelaugt haben. Der Kompromiss: Olivenölseife ist leicht alkalisch (pH-Wert um 8 bis 9, wie die meisten kaltgerührten Stücke), was den meisten Hauttypen entgegenkommt, aber nicht jedem - wenn Ihre Haut bereits nach einer kurzen Wäsche mit reiner Olivenölseife spürbar spannt, fahren Sie womöglich besser mit einem Syndet (synthetisches Tensid) im hautneutralen pH-Bereich.
Was nach der Reinigung folgen sollte
Körperöl auf die noch feuchte Haut nach der Dusche. In den ersten dreißig Sekunden nach dem Bad ist der Wassergehalt der Haut am höchsten; ein sofort aufgetragenes Öl schließt dieses Wasser unter einer dünnen Lipidschicht ein, und genau darauf beruht das Gefühl, gepflegt zu sein. Reines Olivenöl funktioniert; ebenso unser Körperöl mit Damaszener-Rose, wenn Sie einen Duft wünschen. Für Gesicht und Hals hält eine reichhaltigere Wasser-Öl-Creme - mit Wildhonig und Ringelblume - meist länger als ein reines Öl. Was Sie vermeiden sollten: sehr lange heiße Duschen, scharfe Peelings, alkoholhaltige Gesichtswässer und die Versuchung, etwas auf Haut aufzutragen, die mehrere Minuten lang trocken abgerubbelt wurde. Die Reihenfolge ist entscheidend.